One girl is going to USA.// Excitement? Yes!// Fun? Hopefully!// Troubles? Maybe...// Read more about me in my blog!

Sunday, December 10, 2006

Von einem sonnigen Florida, von einem Freiwilligen-Dienst fuers Fernsehen und von Drive-Thru Beerdigungen...



Zu aller erst- mir geht es gut. Ich weiss, ich melde mich nicht immer regelmaessig, aber das liegt vor allem daran, dass mich mein amerikanisches Leben voll und ganz beansprucht. Zum beispiel, jetzt gerade- es ist Sonntag, 8.16 p.m. und ich bin gerade mit den Hausaufgaben fertig geworden. Ich nehme mir immer vor, all meine Schularbeiten am Freitagabend erledigt zu haben...aber natuerlich komme ich erst immer am Sonntagabend dazu. Natuerlich ist das ein bisschen nervend, aber man gewoehnt sich langsam an den Ablauf.
Na gut, wo soll ich anfangen? Am besten gehe ich ein paar Wochen zurueck (zugegeben- so lange ist es auch nicht...) Mein Thanksgiving am 23. Novemeber war absolutely amazing! Warum? Naja, neben der Tatsache, dass ich das grosse Glueck hatte, diesen (fuer Amerikaner) ziemlich wichtigen Feiertag mit meiner zweiten Familie zu verbringen, spielte natuerlich auch der Fakt, dass wir dabei in Florida waren, eine grosse Rolle.
FLROIDA! Wunderschoenes Florida... Als ich aus dem Flugzeug gestiegen bin, habe ich sofort Palmen gesehen. Die wachsen dort an den Strassenraenden so wie bei uns kleine Buesche oder so etwas in der Art. Es gibt Mini-Palmen und Riesen-Palmen, Palmen mit einem rauen Stamm und Palmen mit aalglatten, Palmen mit Kokosnuessen und einfach nur Zier-Palmen. Ich denke, nach diesem Trip bin ich zum absoluten Palmenexperten geworden.
Was habe ich in Florida alles gesehen? Exotische Tiere...Wir sind naemlich an einem Tag in ein Reservat gefahren und haben dort wunderschoene Voegel, Alligatoren, bunte Schmetterlinge und und und gesehen. Es war eine Erfahrung wert!
Das Wetter war in den ersten Tagen nicht unbedingt Florida-maessig, sprich bewoelkter. Das hat sich dann aber zum Ende hin gelegt und ich hatte drei wunderbare Strandtage, an denen ich von der Sonne schoen braun geworden bin.
Am Tag vor Thanksgiving sind wir nach MIAMI gefahren. Es war beeindruckend- also nicht nur die Tatsache wie viele Filme, Prominente etc. am Southbeach gedreht bzw. rumgelaufen sind.
Zuerst waren wir in einer Art Unterwasserwelt. Dort gab es Haie, Delfine, Wale, Pelikane, Schildkroeten, Robben, Seehunde und natuerlich fuer alle Tierarten spezielle Shows. Wir haben uns die Robben-, Delfin- und Seeloewen-Show angesehen.
Danach sind wir zum Southbeach gefahren, also dort wo das beruehmte Art Deco Viertel ist. Die Haeuser dort wurden in den 50er-Jahren besonders gestaltet- ziemlich bunt, aber ein toller Kontrast zu dem immer-blauen Himmel.
Thanksgiving haben wir dann im Haus von Mary's Cousine gefeiert. Es gab VIEL zu Essen, das Beste war eine Art Stuffing- Sweet Potatoes mit MARSHMALLOWS...My gosh...so etwas muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.
Achja, in Florida habe ich fast jeden Tag mit meinem Grandpa Tennis gespielt. Es war wirklich lustig und ich habe viel gelernt. Mein Grandpa ist 77 Jahre alt geworden und er spielt noch Tennis, geht laufen, er ist total fit.

Der Tag nach Thanksgiving war der groesste ShoppingTag in America. Viele Geschaefte haben ihre Tueren schon um 5.30 a.m. fuer die Massen aufgemacht, die alle nur eines wollten: Weihnachtsgeschenke einkaufen! Am 24. November!
Ich habe an diesem Tag, glaube ich, bis halb zehn oder so geschlafen- mich hat keiner in die Geschaefte bekommen!

Als wir wieder nach Madison zurueck gekommen sind, hat es sich gut angefuehlt, wieder "nach Hause" zu kommen, ich habe besonders mein Bett vermisst.
Aber auch meine Maedels...Zum Glueck haben sie mich alle noch erkannt (haha), obwohl ich natuerlich braun gebrannt war. (Naja nicht wirklich, aber den meisten ist aufgefallen, dass ich in einem waermeren Staat war.)

In den naechsten Tagen musste ich erstmal all die Tests schreiben, die ich verpasst habe. Das war ganz schoen stressig,besonders der Bio-Test ueber DNA, Cell Replication and Division. Aber das habe ich jetzt zum Glueck hinter mir.

Am Wochenende (also nicht letztes sonders davor) habe ich fuers Fernsehen "gearbeitet". Wie das? Naja, hier gibt es das "Wisconsin Public Television"- Fernsehen, das ist ein Sender, der auf Spenden angewiesen ist und vor allem Musik zeigt. (Also Musik fuer eher aeltere Leute, so um die fuenfzig...haha, just kidding.) Nein, sie zeigen ein Musikprogramm (sagen wir Volksmusik) und in den Werbepausen koennen die Zuschauer den Sender anrufen und spenden und dafuer CDs oder DVDs bekommen. Und wen rufen die Zuschauer dann an? Freiwillige, die im Studio wartend vor den Telefonen sitzen...Freiwillige wie mich. Ja, das war mein Job an diesem Sonntag. Ich sass, mit circa 20 anderen Freiwilligen aller Altersklassen, in einem Studio, hatte Kopfhoerer auf und wartete stetig auf Anrufe...auf English, natuerlich. Fuer mich, die eigentlich nicht gerne telefoniert, war das eine ganz schoene Herausforderung. Ich hatte ca. 12 Anrufe in drei Stunden, was nicht zu stressig war. Dennoch- es war aufregend, ich hatte ziemlich verrueckte Anrufer und das Wichtigste- mich haben ALLE verstanden. Mit diesme Gefuehl bin ich dann nach Hause gefahren (also nachdem wir alle kostenlos in einem ziemlich feinen Restaurant gegessen haben).

An diesem Wochenende war ich auf einer Beerdigung. Die Mutter von einem Freund meiner Host parents ist gestorben und wir sind drei Stunden nach Rhinelander gefahren, wo die Beerdigung statt finden sollte. Es war wirklich traurig. Auch wenn ich die Frau nicht gekannt hatte, ging mir die Messe schon sehr nahe.
Danach fuhren wir zum Friedhof und dann ueber den Friedhof...ja, ich hatte eigentlich erwartet, dass wir vor dem Friedhof Haltmachen und dann in einer Prozession zum Grab gehen und die Asche der Verstorbenen beerdigen. Die Amerikaner machen das aber etwas anders (zumindest meine Familie). Sie fahren bis zum Grab vor, steigen aus den Autos aus, stellen sich um das Grab herum, den Priester sagt ein paar Worte und dann wird die Urne neben einem Erdhuegel gestellt und man faehrt wieder weg. Ein Freiwilliger vergraebt dann die Urne und das wars.
Naja, das ist vielleicht etwas nuechtern dargestellt, aber das ganze hat mich ein bisschen an eine Drive-Thru Beerdigung erinnert.

Alright Folks, ich sollte jetzt langsam ins Bett gehen. Diese Woche wird noch einmal anstrengend (2 Tests), aber bald sind ja Ferien! Zwei ganze Wochen! Naechsten Samstag fahren wir nach Milwaukee zu einer Christmas Bowling Feier, wo wieder die ganze Familie zusammen kommt. Ich liebe das!
Und am Freitag ist hoffentlich wieder ein Basketball Game, das unsere Schule (mal wieder) dominieren wird, weil wir einen ca. 2 Meter 15 gorssen Spieler haben. Also Sun Praire, Middleton, West und East und wie die ganzen anderen Schulen alle heissen- nehmt euch in Acht! =)

Also dann macht es mal gut und ich hoffe, ihr habt alle eine wunderbare Vorweihnachtszeit!
Alles Liebe,

Steffi

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Hey Steffi,

Florida klingt ja schoen - ich fahre im Mai dorthin zur Graduation einer Freundin von mir. Bin so excited, aber es wird fuer mich wohl eher kuehl dort sein... hehe... heute hatten wir mal wieder um die 30 Grad, aber wir hatten es auch schon mal kaelter.
Palmen gibt es hier auch an den Strassenraendern, aber es ist verdammt strange, wenn ich mit dem Auto durch die Gegend fahre und es ist heiss und dann hoert man "Let it snow, let it snow, let it snow...!"
So funny... Naja, ansonsten ist Thanksgiving ja wirklich eine Erfahrung wert. Freue mich schon auf Christmas... das wird awesome!!!

Okydoky... hope u'll have a wonderful time...

Svenni

5:44 PM

 

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